Keine Kosmetik kaufen: Meine Challenge 2019

Ich habe mir für 2019 einen großen Vorsatz vorgenommen: Ich werde in diesem Jahr keine Kosmetikprodukte kaufen. Nicht weniger, nicht bewusster, GAR KEINE. Diese Entscheidung habe ich mir gut überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass es besser so ist für mich. In diesem Jahr möchte ich also mein Kosmetikschränkchen von Grund auf ausmisten. Begleite mich auf meinem Weg zu weniger Kosmetikkonsum und erfahre hier auf meinem Blog mehr über meine Beweggründe und meine Erfahrungen beim Kosmetik selber machen.

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Meine Beweggründe für den Kosmetikkaufverzicht

Seit einiger Zeit mache ich regelmäßig einige Pflegeprodukte selber: Dazu gehört meine selbstgemachte feste Handcreme, selbstgemachte Body Butter, mein selbstgemachtes Fußpeeling und meine sprudelnden Badepralinen. Doch das sind bisher nur einige wenige. Ich habe mich dazu entschieden, dieses Hobby auszubauen und daraus eine Lebenseinstellung zu machen. Dieses Vorhaben auf meinem Blog zu veröffentlichen, soll mir selbst helfen, am Ball zu bleiben und nicht den Mut zu verlieren, falls es mal nicht klappen sollte.

  • Konsumverhalten auf den Prüfstand stellen: Auch beim Kosmetikkauf wirken die gleichen Mechanismen, wie beim Klamottenkauf: um Langeweile zu überbrücken, zur Belohnung oder dem nächsten Schnäppchen hinterher zu jagen. „Es kann ja nicht schaden, den x-ten Badezusatz zu kaufen. Er verbraucht sich ja von selbst.” Diese Gedanken habe ich mir noch bis vor wenigen Monaten unbewusst gemacht. Die einschlägigen Drogeriemärkte locken im Eingangsbereich mit saisonalen Produkten, die gar nichts mir Körperpflege zu tun haben. Diesen Verführungen habe ich allzu oft nachgegeben und unnötig Geld ausgegeben für Dinge, die ich nicht unbedingt brauche. Doch damit soll nun Schluss sein.
  • Verpackungsmüll vermeiden: Handwaschseife, Duschgel und Shampoo halten ewig. Und dennoch kaufe ich sie in handlichen 500-Milliliter-Verpackungen. Sobald die Flasche leer ist, kommt sie in den Müll und die nächste Einweg-Flasche landet im Einkaufswagen. Ich möchte einen Weg finden, wie ich diesen Verpackungsirrsinn entkomme und Verpackungsmüll einsparen kann. Noch habe ich keine Lösung dafür gefunden, aber ich werde es recherchieren und Dich über mein Ergebnis informieren.
  • Inhaltsstoffe kennen und verstehen: Beim Lesen der Inhaltsangaben von industriell gefertigten Kosmetikprodukten wird mir manchmal ganz schwindelig. Dort stehen für mich kryptische Bezeichnungen, mit denen ich nicht wirklich etwas anfangen kann. Ob eine Zutat pflanzlichen, tierischem oder künstlichen Ursprungs ist, kann ich auf den ersten Blick nicht erkennen. Auch bin ich es leid zu versuchen herauszufinden, ob der eine oder andere Stoff negative Nebenwirkungen mit sich bringt. Ich denke da nur an Sulfate, Parabene und künstliche Konservierungsmittel. Ich möchte stattdessen nur Zutaten verwenden, die ich aussprechen und deren Wirkung ich kenne oder zumindest auf einfachem Weg herausfinden kann.
  • Nachhaltigkeit in der Herstellung: Kosmetikprodukte werben mit natürlichen Inhaltsstoffen wie „mit Sheabutter”. Doch oft kann ich nicht nachvollziehen, ob die Rohstoffe nachhaltig und fair produziert wurden, ob sie natürlich oder raffiniert/industriell gereinigt verwendet werden, ob Tierversuche angewendet wurden und in welcher Menge sie ins Endprodukt eingeflossen sind. All das möchte ich in Zukunft mitbestimmen oder mich umfassend und transparent informieren können.
  • Mehr DIY-Kosmetik-Rezepte ausprobieren: Natürlich möchte ich mich in Sachen DIY-Kosmetik weiterbilden. Die wenigen DIY-Kosmetik-Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, waren immer gelingsicher. Eine Herausforderung wird es für mich sein, eine echte Creme herzustellen, also mit Wasser- und Fettphase, Emulgatoren und Konservierungsstoffen. Auch habe ich noch keine Seife selber hergestellt. Diese und viele weitere Schwierigkeiten muss ich irgendwie lösen im Laufe des Jahres.

Ich mache meine Entscheidung öffentlich: Im Jahr 2019 kaufe ich keine Kosmetikprodukte.

Welche Spielregeln habe ich mir gesetzt

Ich werde in diesem Jahr keine neuen Kosmetikprodukte kaufen. Punkt!

Erlaubt ist: Kosmetik selber machen. Natürlich! Denn sauber werden und Haut und Haare pflegen, will ich ja weiterhin.

Beim Selbermachen setze ich auf Zutaten in Bio-Qualität, fair produziert und gehandelt mit entsprechenden Cruelty-Free-Zertifikaten.

Na gut, es gibt doch ein paar Einschränkungen. Alle Pflegeprodukte, die sich noch in meinem Besitz befinden, brauche ich auf. Es wäre doch wirklich schade, diese wegzuschmeißen. Doch sobald diese Produkte leer sind, versuche ich sie durch eine selbstgemachte Variante zu ersetzen. Diese Regel hilft mir auch, nicht alle Pflegeprodukte auf ein mal herzustellen, sondern nach und nach im Laufe des Jahres auszutauschen.

Dekorative Kosmetik werde ich weiterhin kaufen. Diese fällt für mich auch nicht in den engen Bereich „Körperpflegeprodukte”. Darüber hinaus fühle ich mich in diesem Bereich noch nicht so sicher, was das Selbermachen angeht. Doch ich habe vor, mich auch in diesem Bereich zu informieren und mich mit Naturkosmetiklabel vertraut zu machen. Ich werde im Laufe der Challenge davon berichten. Da ich ohnehin nicht viel Makeup benutze, fällt diese Einschränkung auch nicht weiter ins Gewicht.

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Keine Kosmetikprodukte kaufen – mache jetzt mit!

Ich nehme Dich im Laufe des Jahres mit und zeige Dir meinen Weg zu einem Badezimmer, das nur aus selbstgemachten Pflegeprodukten besteht. Ich werde vielleicht von Fehlschlägen berichten, aber ganz bestimmt von neuen Erfahrungen mit DIY-Kosmetik-Rezepten und Tipps für nachhaltige Naturkosmetik-Label. Ich freue mich drauf!

Und jetzt bist Du gefragt: Welche Fragen hast Du an mich? Worüber möchtest Du gerne mehr erfahren? Ich bin schon sehr gespannt auf Deine Tipps, Buchempfehlungen, und Erfahrungsberichte: erzähle mir davon in den Kommentaren oder schreibe mir eine E-Mail. Auch habe ich online noch keinen vergleichbaren Langzeit-Selbstversuch mit selbstgemachter Kosmetik gefunden. Falls Du einen kennst, bitte lass es mich in den Kommentaren wissen! Und natürlich: Über motivierende Worte freu ich mich ebenso.

Wenn Du Lust hast, bei der Challenge einzusteigen, keine oder weniger konventionelle Kosmetik zu kaufen und stattdessen natürliche Pflegekosmetik selber zu machen, freue ich mich riesig! Zeige mir Deine Ergebnisse und nutze dafür den Hashtag #StopBuyingStartMaking, damit ich Deine Beiträge finde und liken und kommentieren kann.

Liebe Grüße
Sandra

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Kommentare (3)

  • Felicitas

    Hallo Sandra,
    Eine tolle challenge für 2019!
    Ich bin aktuell noch einen Schritt hinten dran: alles aufbrauchen bevor neues gekauft wird. Vielleicht versuche ich es mal mit Selbermachen?
    Ich bin auf jeden Fall gespannt auf deine Ideen!

    Meine Fragen:
    Ich höre/lese des Öfteren dass die Badewanne/Dusch Wanne nach Naturkosmetik schwieriger zu reinigen ist bzw. dass ein Rand bleibt. Stimmt das?

    Ich habe recht trockene Haut & trockene Haare, worauf soll ich achten, wenn ich Produkte selber mache (kann man das pauschal überhaupt beantworten?).

    Aufbewahrungsfristen? Wann ist selbst gemachtes “schlecht”?

    Viele Grüße,
    Felicitas

    Antworten

    • Sandra

      Liebe Felicitas,
      vielen lieben Dank für Deinen Kommentar!
      Kosmetik selber machen ist ganz einfach und macht zudem viel Spaß.
      Zu Deinen Fragen:
      Die Badewanne kann nach einem Ölbad oder anderen Badezusätzen schneller verschmutzen, wenn keine Tenside bzw. Emulgatoren bzw. Seifen verwendet werden. Das ist richtig. Du tust Deiner Haut etwas Gutes, dafür musst Du leider unter Umständen mit mehr Putzaufwand rechnen. Alternativ kannst Du Emulgatoren in Deinen Rezepten, Castile Seife (besonders hautschonend), Badesalz aus Totem Meersalz oder Epsomsalz statt ölhaltigen Badezusätzen verwenden.
      Bei trockener Haut und Haaren kannst Du spezielle Öle (z.B. Nachtkerzenöl), ätherische Öle (z.B. Neroli) und Blütenwasser (z.B. Rosenwasser) verwenden, die feuchtigkeitsspendend/-bewahrend sind. Die genaue Zusammensetzung kommt auf den Anwendungsfall an.
      Bei selbstgemachter Kosmetik ist die Haltbarkeit tatsächlich ein Knackpunkt und lässt sich leider pauschal nicht beantworten. Die Haltbarkeit hängt von sehr vielen verschiedenen Faktoren ab wie Hygiene bei der Herstellung, Aufbewahrung, Anwendung und Zusammensetzung des Rezepts. Hier verlinke ich Dir einen sehr guten Beitrag zu dem Thema hygienisches Arbeiten bei der Herstellung von selbstgemachter Kosmetik: https://www.julesmoody.com/sauberes-und-hygienisches-arbeiten/
      Wenn Du alles richtig gemacht hast, gibt es einige Richtwerte an denen Du Dich orientieren kannst. Hier noch eine Verlinkung zu dem Thema Haltbarkeit: https://schwatzkatz.com/naturkosmetik-selbermachen/haltbarkeit-selbstgemachter-kosmetik/
      Ich bin schon sehr gespannt, ob Du bei der Challenge mitmachst. Ich würde mich riesig freuen.
      Liebe Grüße
      Sandra

      Antworten

  • Martina

    Hallo Sandra

    Ich habe auch seit kurzer Zeit angefangen Kosmetik selbst herzustellen. Leider nicht immer mit dem gewünschten Erfolg. V.a. beim Shampoo habe ich schon vieles ausprobiert aber irgendwie ist keines optimal. Ich kriege den Fettglanz nicht aus den Haaren. Hast du evt. ein gutes Rezept? Finde die Idee super von dir. Sobald ich mehr Erfolg habe werde ich auch mal so eine Challenge ausprobieren.
    Liebe Grüsse
    Martina aus der Schweiz : )

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