Museum für Kommunikation // Insidertipp Berlin

Allerorts ist der Frühling ausgebrochen. Herrlich! Überall explodieren Blüten, die Bienen sind aus der Winterruhe erwacht und sammeln fleißig ihre ersten Pollen. Die Ab-jetzt-wird-alles-draußen-gemacht-Saison kommt mit großen Schritten auf uns zu.

Doch bis dahin kann man den einen oder anderen Nachmittag in den tollen Museen dieses Landes verbringen; so geschehen mit meinen Kindern während unseres Berlinbesuchs um Ostern. Viele Touristen und Einheimische zieht es derzeit in ein Museum mit einem besonderen Highlight. Kein Wunder: Fast überpräsent wurde die Sonderausstellung des Museums für Naturkunde an vielen Orten in der Stadt beworben. Ausgestellt wird das Skelett eines Tyrannosaurus Rex, dem König der Dinos, mit einem beeindruckenden Originalknochenanteil (170 von circa 300!). „Tristan“, wie das Dinosaurierknochengerüst liebevoll getauft wurde, kann in Berlin zur Zeit kaum einer entkommen.

Schiffahrt und Fernsehturm: Berlin hat viel zu bieten!

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Hier geht's nach Berlin!

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Ich hingegen habe es lieber etwas ruhiger. Deshalb präsentiere ich Euch heute meinen persönlichen Insidertipp für ein vielleicht wenig beachtetes Museum. In bester Innenstadtlage ist es fußläufig vom Potsdamer Platz zu erreichen: das Museum für Kommunikation. Bereits 1898 wurde der prachtvolle Bau als Postmuseum eröffnet. Nach einer turbulenten Geschichte ist die Sammlung seit 2000 am Standort (wieder)-vereint. Das Gebäude ist außen wie innen aufwändig mit Figuren und Verzierungen bestückt, ein echter Hingucker. Imposant ist besonders die verglaste Decke im Lichthof. Unten tummeln sich für gewöhnlich fußballspielende Roboter, die die Besucher gerne mal ansprechen und Infos über das Gebäude sowie die Ausstellung bereithalten. Meinen Kindern hat es einen Riesenspaß bereitet, den Robotern hinterherzulaufen, sie anzusprechen oder gerne auch mal vor ihnen wegzulaufen.

 

Insidertipp für Berlin: Museum für Kommunikation – www.detail-verliebt.de

Lichthof im Museum für Kommunikation Berlin

 

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Roboter im Museum für Kommunikation

 

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Sprachrohr im Museum für Kommunikation

 

Ein Teil der Dauerausstellung des Museums für Kommunikation ist als Mit-mach-Ausstellung konzipiert. Auf den Galerien rund um den Lichthof stehen viele Exponate, die zum Ausprobieren auffordern: Telefone aus der Zeit meiner Kindheit, die sogar noch klingeln, Sprachrohre und eine Vorrichtung, die dem Prinzip des Dosentelefons entspricht. Mit ihr unterhält man sich über lange Distanzen. Besonders viel Spaß hatte ich mit meinen Kindern dabei, die Rohrpost auszuprobieren. Mehrere Male schickten wir uns „geheime“ Botschaften hin und her. Kenner und Liebhaber werden die Ausstellung zum Anschauen schätzen, in der die Geschichte der menschlichen Kommunikation und seiner Kommunikationsmittel Thema ist. Nicht nur für Philatelisten besonders interessant ist, dass jeweils ein Exemplar der „roten Mauritius“ und der „blauen Mauritius“ in der Schatzkammer des Museums zu finden sind.

Aufgewertet wird die Dauerausstellung durch die vielen Sonderausstellungen, die ich durchweg empfehlen kann. Mit der aktuellen Exposition „no pain no game“ bleibt das Museum seinem Ruf als interaktivem Erfahrungsraum treu. Ausgestellt werden Computerspiele, die auf eine Vielzahl von menschlicher Interaktion reagieren, wie zum Beispiel das Kugelspiel, in dem sich Spielkugeln durch Gesang bewegen oder das aus frühen Handyzeiten bekannte Spiel „Snake“, das mit Fußpedalen gespielt wird.

Das Museum für Kommunikation in Berlin bietet für jede Interessengruppe und Altersstufe etwas. Für die junge Zielgruppe ist es ein Ort zum Anfassen und Erfahren. Alle anderen können sich an den Schätzen der Sammlung erfreuen. Mit der Innenstadtlage ist es auch für Berlinbesucher sehr gut erreichbar und doch habe ich es noch nie überlaufen erlebt. Während andere Museen überquellen, können die Exponaten im Kommunikationsmuseum in Ruhe angeschaut und ausprobiert werden, ein kurzweiliges Erlebnis in einer schnelllebigen, quirligen Stadt.

 

Fußboden_detail-verliebt

 

Museum für Kommunikation Berlin
Leipziger Straße 16
10117 Berlin-Mitte
www.mfk-berlin.de

Öffnungszeiten
Dienstag 9–20 Uhr
Mittwoch bis Freitag 9–17 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen 10–18 Uhr

Eintritt
regulär: 4 Euro
ermäßigt: 2 Euro
frei: für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre, betreute Schulklassen, Refugees, Freitag 9–12 Uhr für Gruppen ab 15 Personen

 

Liebe Grüße
Sandra

 

P.S.: Einen Beitrag über einem Ausflug mit Kind in die Pinakothek der Moderne in München kannst Du hier nachlesen.

 

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Kommentare (2)

  • Lea von Rosy & Grey

    Ooooh wie cool! Ich war auch schon mal dort während einer Klassenfahrt vor sehr langer Zeit und war total begeistert :))
    Liebste Grüße
    Lea

    Antworten

    • Sandra

      Liebe Lea,
      ich freu mich so sehr, dass Du meine Begeisterung teilst.
      Liebe Grüße
      Sandra

      Antworten

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