Best of Interior – die Wohntrends 2018 // Buchrezension

Ein Buch wird erwachsen!

Das findet die Verlegerin des Münchner Callwey-Verlags, Marcella Prior-Callwey, als sie die Neuerscheinung des dritten Bandes der Best-of-Interior-Serie auf der Buchparty vorstellt, auf der auch die Preisverleihung des „Best of Interior Awards 2017“ stattfand. Insgesamt 21 Wohnbegeisterte haben es aus allen Einsendungen geschafft, mit ihren Fotoreportagen Teil des Buches zu werden. Die Auswahl nahm eine Jury aus Wohnexperten vor: Bettina Billerbeck von der Interior-Zeitschirft „Schöner Wohnen“, Lars Lyse Hansen vom Möbel-Online-Händler Bolia.com, Interior-Designer Olaf Kitzig und die Vorjahresgewinnerin des „Best of Interior Blog Award 2016“ Jules Vilbrandt. Für drei Beiträge hat eine Jury Auszeichnungen verteilt:

  • die kunterbunte Privatwohnung der Designerin Myra Klose im „Playtime“-Stil gemixt mit Industriestil-Elementen,
  • die Weimarer Boutique-Apartments von Mark Pohl im Vintage-Stil mit aktueller und klassischer Kunst an den Wänden und
  • zwei Interior-Projekte vom Innenarchitektur-Duo „Raumkontor“ mit dem gewissen Gespür für gekonnt eingesetzte Materialien.

Und für das Innenarchitekten-Paar von „Stephan Interiors“ gab es den Hauptpreis, den „Best of Interior Award 2017“, für ihren selbstbewussten und persönlichen Einrichtungsstil.

 

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Buch „Best of Interior“ aus dem Callwey-Verlag

 

 

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Trendblume, die niemals außer Mode kommt – die Hortensie.

 

Wohnideen aus dem wahren Leben

Nach 2015 und 2016 ist nun zum dritten Mal der „Best of Interior Award“ vom Callwey-Verlag vergeben worden. Neu war in diesem Jahr die Öffnung des Wettbewerbs für professionelle Innenarchitekten – in den Jahren zuvor war die Teilnahme Wohnbloggern vorbehalten. Dass das reine Wohnblogger-Konzept nicht mehr aufrecht zu erhalten war, kündigte sich schon in der letzten Ausgabe der Buchserie im Jahr 2016 an. Dort gab es nicht nur eine eigene Kategorie für Instagrammer, die „Best of Instagram“, auch das „Micro Blogging“ wurde als Trend vorgestellt, also das Teilen von Inhalten auf Social-Media-Kanälen wie Instagram, Twitter und Youtube. Damit wurde deutlich, dass Wohntrends nicht mehr rein auf Blogs gesetzt werden. Vielmehr haben sich Social-Media-Kanäle eine gleichberechtigte Stellung erobert.

In der Tat wirkt der neue, dritte Band der Best-of-Interior-Serie deutlich professioneller als seine Vorgänger. Beiträge von Wohnbloggern und Interiorexperten halten sich zahlenmäßig in etwa die Waage, wobei die Abgrenzung nicht ganz leicht ist. Die im Buch vorgestellten Wohnblogger arbeiten auch als Interior-Berater oder betreiben Online-Shops mit Dekorationsartikeln und Möbeln, sind also gleichberechtigte Wohnexperten. Im neuen Best-of-Interior-Band geht es also nicht mehr nur um die „Wohnideen aus dem wahren Leben“ (so der Untertitel der Bände in den letzten zwei Jahren). Vielmehr stellen die vorgestellten Interior-Projekte eine Bereicherung dar und spannen so ein breites Spektrum der Innenarchitekturszene auf.

 

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Skandi, Industriestil und Vintage

 

Die Wohntrends 2018

Das Highlight des Buchs ist für mich die maßangefertigte Sofalandschaft in Samt in einem Projekt von „Raumkontor“. Sie schlängelt sich um den mitten im Wohnraum liegenden Treppenaufgang – für mich zwei mutige Entscheidungen: die Treppe als zentrales Einrichtungselement und die im „Um-die-Ecke-gedachte“ Couch (im wahrsten Sinne des Wortes) (Bild oben).

Ein Stiltrend, der sicherlich noch ein wenig anhält, ist der Skandi-Trend. Klare, geometrische Formen und viel Weiß kommen vermutlich nie (oder nur schwer) aus der Mode. Dazu passen perfekt Elemente aus dem Industriestil, wie die Industrielampen und Drahtkörbe. Seit längerem sehe ich auch immer häufiger Bänke – nicht zum Sitzen, vielmehr dienen sie als Ausstellungsfläche für Bücher und Dekorationselemente (wie hier von Britta-bloggt.blogspot.de – Bild mitte).

Ein Gegentrend zum „All-in-all-white“ sind dunkle Wände. Sie waren punktuell auch schon im letzten Jahr da. Aber in der neuen Best-of-Interior-Ausgabe haben sie eine neue Präsenz. Sehr gerne genommen im Ess- und Wohnbereich, hier und da auch im Rest des Wohnbereichs zu finden. Wichtigster Begleiter zu diesem Trend sind großformatige Bilder – Fotos und Kunst gleichermaßen, gerne auch raumgreifend groß (hier von itsprettynice.com – Bild unten).

In den Wohnreportagen im Buch gibt es darüber hinaus noch viele weitere Wohntrends und Inspirationen zu entdecken. Spannende Einblicke und Erkenntnisse bieten auch die im Buch enthaltenen Interviews. Die Autorin Tina Schneider-Rading schafft es mit ihren detailreichen Beschreibungen und im Gespräch mit den Protagonisten, den Leser zum Hausgast werden zu lassen.

 

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Alle Wohntrends 2018 von Wohnbloggern und Interiorexperten im Buch „Best of Interior

 

Mein Fazit

Das Einrichtungsbuch „Best of Interior“ bietet eine sehr große Bandbreite an dem, was die Interiorszene in Deutschland zu bieten hat. Die Einrichtungsideen aus dem wahren Leben werden ergänzt mit Interiorprojekten, die trendsetzend sind. So kommt eine spannende Mischung zustande, die Raum für Inspirationen für das eigene Zuhause lässt.

Best of Interior – Die Wohntrends 2018
von Tina Schneider-Rading
erschienen 2017 bei Callwey
39,95 Euro

 

Liebe Grüße
Sandra

P.S.: Hier findest Du die Rückschau auf Best of Interior – Die Wohntrends aus dem wahren Leben aus dem Jahr 2016.

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2 Responses to Best of Interior – die Wohntrends 2018 // Buchrezension

  1. Isabell 1. Oktober 2017 at 17:48 #

    Liebe Sandra,
    dieses Buch habe ich schon auf meiner Merkliste stehen und überlege, ob ich es mir nicht endlich mal kaufen sollte. Vielen Dank für deine hilfreiche Rezension. Ich mag ja schon lieber die Ideen aus dem „wahren Leben“ denn die Wohnideen der EXperten sind mir oft zu abgefahren und zu teuer! Der zweite Band hat mir ganz gut gefallen, mal sehen, ob dieser Band noch etwas für meinen alltäglichen Wohnstil bietet?!
    Liebe Grüße, Isabell

    • Sandra 3. Oktober 2017 at 8:50 #

      Liebe Isabell,
      das Buch soll von einem eins: Ermutigen zu einem persönlichen Stil. Also raus aus der Komfortzone und rauf auf die Vintage- und Antikmärkte dieser Republik. Weg von „Nummer sicher“ und hin zu Individualität.
      Aber auch die Langzeittrends wie Skandi und Industriestil haben ihren Platz im Buch. Ich glaube in diesem Band ist wirklich für jeden was dabei.
      Liebe Grüße
      Sandra

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